Welle

1.8. Universelle Tücken

Irgendwie hab ich mir das alles hier anders vorgestellt, irgendwie leichter und unbeschwerter. Stattdessen kommen ständig alte Gefühle, alte Bilder und noch viel schlimmer, alte Ängste hoch. Ich dachte ich hätte diese Anteile in mir bereits gesehen und verarbeitet, aber es scheint sich eine noch tiefere Zwiebelschicht darunter hervorgetan zu haben.

Und so sitze ich hier mal wieder in einem Paradies und jammere. Ich sage wieder, weil sich mir die gleichen Worte schon einmal vor 6 Jahren durch meine Finger geschrieben hatten.

Damals war ich natürlich anders, mit viel weniger Bewusstsein aber es fühlt sich dennoch gleich beschissen an.

Versteh mich nicht falsch, ich bin hier die meiste Zeit sehr ausgeglichen und hüpfe fröhlich im Garten herum oder schwimme im Meer aber Teil des ganzen Erlebens hier, ist es eben auch den Schmerz zu spüren.

Vor einer Woche hab ich mich mit meinem Skateboard maßlos überschätzt und bin richtig blöd hingeflogen. Mein Knie jetzt aufeschlagen, blutig, pochend und während ich meine Tränen zurückhielt, weil ich doch ein starker Indianer bin, erklärte ich meiner Oma, die sichtlich geschockt von dem Sturz war, dass alles in Ordnung sei.

Ich trat die Kuplung mit meinem blutenden Knie durch und fuhr nach Hause. Dort angekommen spürte ich wie mir die Tränen in der Kehle steckten und da blieben sie auch, bis ich einen Moment für mich hatte. Es tat grauenvoll weh, aber noch viel schmerzlicher war es, zu erkennen, wie hilflos ich mich fühlte und wie mein Ego mich wieder schön in die Scheisse geritten hat.

Ein paar Tage später und Nächte auf dem Rücken, ging es meiner Wunde deutlich besser und doch war ich auf diese wundersame Weise, wieder als passiver Zuschauer in dieses Leben katapultiert worden. Das nervt, vor allem deswegen, weil ich weiß, was ich nicht spüren und sehen will. Allein die Vorstellung daran in einem der hochkommenden Gefühle stecken zu bleiben, lies mich kreideweiss werden. Was solls… Wenn nicht jetzt, dann kommt es wann anders und dann viel schlimmer; Also ran an den Speck.

Was sich die folgenden Tage zeigte war Wut, Traurigkeit und tiefsitzender Schmerz. Ich hab geweint, geschrien, gefroren und mich dann in den Arm genommen, mich die Dankbarkeit wieder in meinem Herzen spüren lassen und die Liebe, die mich allumfassend, ständig, in ihren verschiedensten Formen umgibt.

Heute war ich wieder wahnsinnig schlecht gelaunt und habe entschieden das erste Mal nach 10 Tagen, wieder Yoga zu machen. Mit meinem Knie stimmt noch etwas nicht, aber ich kann endlich wieder atmen und mein Kopf fühlt sich leichter an und meine Muskeln länger.

Und so verbringe ich meine Zeit hier. Die Hände voller Erde, die Haut braun und in Salz gebaded, Tränen in den Augen, das Herz voller Sehnsucht, die Liebe allumgebend und das ist okay. Denn jeder Tag, jede Minute bringt eine neue Erkenntnis mitsich. Ich bleibe präsent und achtsam, mit allem was noch kommt.

Das wars.

Bis bald.

Liebe Grüße aus Griechenland

12 Kommentare zu „1.8. Universelle Tücken“

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