2.0. Auf Wiedersehen!

Nach 3 1/2 Monaten in Griechenland fühlt es sich jetzt doch ziemlich schwer an die Familie loszulassen und auf meine Reise zu gehen.

Auch wenn ich so sehr weiss, dass ich auf meinem ganz eigenen Herzensweg unterwegs bin, so fühlt es sich eben doch an, als würde ich die Menschen in meinem Umfeld verlassen. Vor allem deswegen, weil sie das selbst eben auch so wahrnehmen. Aber so scheint es in unseren Köpfen eingepflanzt, dass wir jemanden den wir sehr lieben nicht gehen lassen wollen. Mein ganzer Körper wollte bleiben, doch das war nur der Verstand, der sich nicht aus der Komfortzone heraubegeben wollte, weil es ja da etwas ungewisses und viel schlimmer noch, etwas gefährliches geben könnte, dass mich in verletzen könnte. Aber Gott bin ich dankbar dafür, dass ich nicht der Typ Mensch bin, um meiner Angst zu folgen, sondern die Angst mir eher ein Wegbegleiter ist, um meine Grenzen auszutesten. Hinter Angst stecken immer zwei Komponenten, Nummer 1 ist die tatsächliche Gefahr, die unmittelbar bevorsteht (Kampf oder Flucht), Angst Nummer 2 ist keine wirkliche Angst sondern ein Widerstand des Körpers, der sich immer dann aufbaut, wenn man etwas ungewohntes, neues und unbekanntes tut. Angst Nummer 2 ist also vollkommen okay, aber trotzdem eine große Überwindung für die meisten von uns. Ich habe in meinem Körper gelernt genau das zu unterscheiden, indem ich spüre, wo trotz des Widerstandes auch Freude existiert, denn das ist mein Wegweiser für alles was ich mache. Entzündet eine Idee ein Feuer in mir, möchte ich Luftsprünge machen, möchte ich am liebsten sofort los, dann weiss ich dass es das richtige für mich ist.

Auf dem Weg ins Neuland

Ich war schon mal am Ende der Welt und ich bin auch schon per Anhalter durch die Gegend gefahren, aber diesmal ist es anders, diesmal ist es länger und ja das macht was mit mir. Ich wollte meine Freiheit und die hab ich jetzt.

Aber Freiheit fühlt sich eben manchmal nicht so ideallistisch an, wie man sich das vorstellt. Ich habe heute einen ganz langen und wunderbaren Moment von Freiheit im Flieger wahrgenommen. Beim Als ich so aus dem Fenster schaute und die Wolken von oben sah, überkam mich das Gefühl von tiefer Dankbarkeit in meinem Herzen und in meinem Kopf kam die Frage auf „wird sich das Reisen für mich wohl immer so anfühlen?“.

Dann habe ich meine Kopfhörer in die Ohren gesteckt und das perfekte Lied zu diesem Moment ging an. Ja ich wusste, dass trotz der Angst, meine Freude überwiegen würde und, dass meine Entscheidung für mich richtig war. Als ich landete sah ich die Grünen Wälder und die blauen Seen, alles sah aus als wäre es gezeichnet. Bei Landungen spüre ich immer wie mein Krafttier (Adler) in voller Größe unter das Flugzeug setzt und mit seinen starken Flügeln, die Landung unterstützt. Und heute war auch der Schwan da, um uns mit seiner Eleganz zu begleiten.

Mir wurde klar, dass die Erde, so wie ich sie in diesem Moment sah eine Illusion war, eine Zeichnung der 3D-Matrix und der Schwan ließ sich einfach darüber treiben. In jedem Moment gilt es genau das zu genießen, mit der Gewissheit, dass ich jede Dimension für meine persönliche und spirituelle Weiterentwicklung nutzen kann. So fielen die Dominosteine in ihre perfekte Position und alles war einfach gut.

Portugal empfängt mich mit offenen Armen und ich freue mich meine Zeit mit den Elementen zu verbringen.

Let´s ride the wave!

*PS: Übrigens fühle ich mich immer noch ziemlich cool wenn ich meinem Skateboard durch die Gegend laufe, vor allem in einem Land in dem das gewertschätzt wird. Jetzt kann ich auch endlich meine erlernten Skills auf dem Surfboard anwenden.